HR-Consulting

Nichts ist so beständig wie der Wandel

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Heraklit von Ephesus

 

Insbesondere bei Personalthemen sind die Strukturen in vielen Kanzleien nicht strategisch und zukunftsorientiert entwickelt worden. Denn das Zurückschrecken vor „nicht-konsenspflichtigen Entscheidungen“ (so bezeichnet der Soziologe Niklas Luhmann bereits im Jahr 1976 eine Kernaufgabe der Führung) ist in Kanzleien an der Tagesordnung.

 

Kanzleiführung und Personalentwicklung

 

Anders als in der Industrie ist der Chef einer Anwaltskanzlei zeitgleich als „Lieferant von Fachwissen“ und als „Manager der Kanzleiorganisation“ in der Pflicht. Dieses Konzept ist einzigartig. Der Chef müsste konsequenterweise – jedenfalls etwa ab einer Kanzleigröße– alle Führungs- und Organisationsaufgaben an Profis delegieren. Leider neigt er dazu, zumindest auf dem Papier Managementrollen auszuüben, obwohl er diese nicht konkret gelernt hat.

 

Kanzlei meiden beispielsweise gern, die folgenden Fragen zu beantworten,

 

  • wodurch jemand Partner wird?

  • wieviel Marketing nötig ist und welches und durch wen genau?

  • wer den Mandanten wie an die Kanzlei bindet, wenn dieser in Abwesenheit aller Anwälte anruft?

  • welche Verhaltensweisen innerhalb der Führungsriege vereinheitlicht werden?

  • wie mit Hierarchien umgegangen wird?

  • wie eigenständig angestellte Anwälte und die Assistenz arbeiten und wie das kontrolliert wird?

  • wer was an wen delegiert und wie das Ergebnis kontrolliert wird?

 

Kanzleikultur

 

Als Kanzleikultur bezeichnet man einen gemeinsamen, für alle Mitarbeiter und alle Chefs gleichermaßen an jedem Tag gültigen Verhaltenskodex, an dem Außenstehende die Kanzlei sicher erkennen. Neue Mitarbeiter, neue Mandanten und der Pizzabote bemerken sie sofort. Gleichgültig lässt Kanzleikultur keinen. Kanzleikultur wird – gewollt oder ungewollt – immer von oben nach unten („top down“) eingesetzt und vorgelebt. Kanzleikultur beeinflusst, wie sich der Besucher beim ersten Besuch fühlt, ob und wie sich die Führungskräfte der Kanzlei gegenseitig vertrauen und wie jeder Kanzleimitarbeiter schon an seinem ersten Arbeitstag in gemeinsame Aufgaben eingebunden wird. Sie kann

 

  • Organisation, Prozess-Optimierung und Arbeitsatmosphäre verbessern

  • Reflexion und Verbesserung des eigenen Kommunikations- und Akquiseverhaltens

  • Teamzusammenhalt schaffen bzw. stärken

  • Krankenstand und Fluktuation unnötig machen

  • Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern

  • Trennungs-Management, New Placement

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