HR-CONSULTING

Nichts ist so beständig wie der Wandel

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Heraklit von Ephesus

 

Insbesondere bei Personalthemen sind die Strukturen in manchen Kanzleien noch nicht strategisch und zukunftsorientiert entwickelt worden, obwohl sich in Kanzleien dieselben Personalfragen stellen wie in anderen Organisationen. 

 

Kanzleiführung und Personalentwicklung

 

Anders als in der Industrie ist der Chef einer Anwaltskanzlei zeitgleich als „Lieferant von Fachwissen“ und als „Manager der Kanzleiorganisation“ in der Pflicht. Dieses Konzept ist einzigartig. Der Chef müsste konsequenterweise – jedenfalls etwa ab einer gewissen Kanzleigröße – alle Führungs- und Organisationsaufgaben an Profis delegieren. Es ist nicht einfach, eine grundsätzliche Managementrolle auszuüben, ohne dies in der juristischen Ausbildung gelernt zu haben. 

 

Kanzleien meiden beispielsweise gern die Beantwortung folgender Fragen:

 

  • Wodurch wird jemand zum Partner?

  • Wieviel Marketing ist nötig?

  • Wer bindet den Mandanten an die Kanzlei, wenn dieser in Abwesenheit andere Anwälte anruft?

  • Welche Verhaltensweisen werden innerhalb der Führungsriege vereinheitlicht?

  • Wie wird mit Hierarchien umgegangen?

  • Wie eigenständig arbeiten angestellte Anwälte und die Assistenz und wie wird das kontrolliert?

  • Wer delegiert was an wen und wie wird das Ergebnis kontrolliert?

 

Kanzleikultur

 

Als Kanzleikultur bezeichne ich einen gemeinsamen, für alle Mitarbeiter und alle Chefs gleichermaßen an jedem Tag gültigen Verhaltenskodex, an dem Außenstehende die Kanzlei sicher erkennen. Neue Mitarbeiter, neue Mandanten und sogar der Pizzabote bemerken sofort, welche Kultur in der Kanzlei herrscht. Diese Kultur wird – gewollt oder ungewollt – immer von oben nach unten („top down“) vorgelebt. Kanzleikultur beeinflusst, wie sich der Besucher beim ersten Besuch fühlt, ob und wie sich die Führungskräfte der Kanzlei gegenseitig vertrauen und wie jeder Kanzleimitarbeiter schon an seinem ersten Arbeitstag in gemeinsame Aufgaben eingebunden wird. Sie kann

 

  • die Organisation, deren Prozesse und die Arbeitsatmosphäre verbessern;

  • Reflexionen und die Verbesserung des eigenen Kommunikations- und Akquiseverhaltens erreichen;

  • den Teamzusammenhalt schaffen bzw. stärken;

  • den Krankenstand und die Fluktuation unnötig machen;

  • Kompetenzen von Mitarbeitern und 

  • das Trennungs-Management bzw. New Placement fördern.  

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